anderes impressum therapie
über mich kontakt

 
home

Wie beginnt man eine Psychotherapie? Es finden zuerst "probatorische Sitzungen" beim Psychotherapeuten statt. Dabei wird geklärt, ob eine Therapie überhaupt notwendig ist und welche Methode dabei verwendet werden soll. Dann muss noch ein Antrag bei der Krankenkasse gestellt werden, damit die Kosten auch übernommen werden.

Was macht man bei einer Psychotherapie eigentlich? Die einzelnen Therapien können sehr verschiedenen voneinander sein. Sprechen, Zuhören, Spiele oder Malen, das alles kann Teil davon werden. Bei Kindern und manchmal auch bei Jugendlichen sind in der Regel auch Gespräche mit den Eltern bzw. Familiengespräche Teil der Behandlung.

Was ist eigentlich ein Psychotherapeut? In Deutschland darf nur Psychotherapeut sein, wer eine staatlich anerkannte Ausbildung mit der Approbation (staatliche Anerkennung) erfolgreich beendet hat. Jeder Therapeut hat außerdem einen akademischen Grundberuf erlernt, wie z.B. als Arzt, Psychologe, Theologe oder Sozialarbeiter. Neben Psychotherapeuten gibt es noch viele andere Menschen, die sich mit seelischen Problemen beschäftigen. Aber nur die Therapeuten mit staatlicher Approbation dürfen sich Psychotherapeuten nennen.

Welche Arten von Psychotherapie gibt es? Es gibt da zunächst zwei Hauptrichtungen. Zum einen die verhaltenstherapeutischen, zum anderen die psychoanalytischen Therapien. Dann gibt es noch viele andere, eigenständige Methoden. Man schätzt, dass es ungefähr 500 verschiedene Formen von Psychotherapie gibt.

Weshalb fängt man eine Psychotherapie an? Es gibt viele Gründe für eine Therapie. So kann jemand z.B. sehr an Ängsten und Trauer leidet und deshalb Hilfe brauchen. Oder jemand verhält sich so auffallend, dass er oder seine Mitmenschen darunter leiden.

Wer bezahlt denn die Psychotherapie? Bei anerkannten Psychotherapeuten wird die Behandlung von allen gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Aber auch eine privat bezahlte Therapie ist möglich.

Wann braucht man keine Psychotherapie? Menschen haben Probleme, die nicht mit einer Therapie behandelt werden müssen. Wenn zum Beispiel ein Kind mal sein Zimmer nicht aufräumen will, die Eltern das aber wollen, ist das ein Erziehungsproblem. Wenn ein Schüler mal "sitzenbleibt", braucht er keine Therapie, sondern Nachhilfe. Wenn aber solche Hilfen keine Erfolge bringen, kann auch eine Psychotherapie notwendig werden.

Wie hilft denn eine Psychotherapie? Man geht davon aus, dass das eigentliche Problem nicht nur die seelischen Symptome wie z.B. Angst oder Trauer sind, sondern ein Problem, das dahintersteht. Darum geht es in der Therapie darum, die Probleme verstehen zu lernen und eigene Lösungen dafür zu suchen.

Wie lange dauert eine Psychotherapie? Die Gründe für eine Therapie können sehr verschieden sein. Darum dauert es auch unterschiedlich lange, bis eine Behandlung beendet werden kann. Man muss aber mindestens mit einem halben Jahr Dauer rechnen, was etwa 20 Therapiestunden für das Kind bzw. den Jugendlichen und 5 Stunden Therapie für die Eltern entspricht.

Wie viele Menschen machen so eine Psychotherapie? Die Zahl aller Menschen in Deutschland, die mindestens einmal im Leben eine Therapie brauchen, liegt bei etwa 30-50% der Bevölkerung. Man schätzt, dass ungefähr 20% aller Jugendlichen und Kinder eigentlich therapeutische Hilfe nötig hätten. Davon geht aber nur ein Bruchteil zu einem Therapeuten.

Wozu gibt es Psychotherapeuten nur für Jugendliche und Kinder? Alle Menschen bis zum Alter von 21 Jahren können von Psychotherapeuten für Jugendliche und Kinder (KJP) behandelt werden. KJP haben dafür eine eigene Ausbildung. Das ist notwendig, weil bei Jugendlichen, Kindern und jungen Erwachsenen ganz eigene Probleme bestehen, die es bei älteren Erwachsenen so nicht gibt.

Warum ist es schwer, einen Therapeuten zu finden? In Deutschland gibt es zu wenige Psychotherapeuten. Bundesweit sind etwa 4000 Behandlungsplätze gar nicht besetzt, weil nicht genug ausgebildete Therapeuten dafür vorhanden sind. Für Jugendliche und Kinder ist der Mangel an Therapieplätzen besonders groß.


aktualisiert am 06.09.2009